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	<title>* Claudia Ottilie * Reisejournalismus * Fotografie * Webdesign * &#187; reise texte</title>
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		<title>Tierischer Krankenpfleger</title>
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		<pubDate>Thu, 16 Apr 2009 16:15:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://www.claudiaottilie.de/tierischer-krankenpfleger.html"><img align="" hspace="5" width="310" src="http://localhost/wordpress/wp-content/uploads/2009/04/1dnw6es5-e1266875378338.jpg" class="wp-post-image tfe" alt="" title="1dnw6es5" /></a>Flipper, der lustige Delfin, hat sie populär gemacht. Greenpeace hat sie publik gemacht. Und Aquarien wie Delfinarien weltweit halten das Image vom drolligen Fisch zum Spielen aufrecht. Delfine gehören wie Pferde zum Traum aller Mädchen vom seelenverwandten Tier, das glücklich und unbeschwert macht. In so genannten Delfin-Akademien werden die verspielten Wassersäugetiere für den Umgang mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-144 mediaborder" title="1dnw6es5" src="http://localhost/wordpress/wp-content/uploads/2009/04/1dnw6es5-e1266875378338.jpg" alt="" width="550" height="160" /></p>
<p><strong>Flipper, der lustige Delfin, hat sie populär gemacht. Greenpeace hat sie publik gemacht. Und Aquarien wie Delfinarien weltweit halten das Image vom drolligen Fisch zum Spielen aufrecht. Delfine gehören wie Pferde zum Traum aller Mädchen vom seelenverwandten Tier, das glücklich und unbeschwert macht. In so genannten Delfin-Akademien werden die verspielten Wassersäugetiere für den Umgang mit Menschen trainiert. Denn eine Begegnung mit den lächelnden grauen Meeresbewohnern taut das Gemüt von depressiven wie auch autistischen Patienten nachweislich auf.</strong><span id="more-24"></span></p>
<p>Viele der Kunststückchen, die die Tümmler in solchen Delfinarien vorführen, haben sie nicht von ihren Trainern gelernt. Sprünge und Saltos werden als natürlicher Spieltrieb interpretiert, bringen sie aber auch im Wasser schneller voran und macht sie zu wahren Akrobaten der Meere. Den Tieren beizubringen, wann sie ihre natürlichen Talente in einer Show präsentieren, ist das Verdienst von Pfeifen und Lobfischen.</p>
<p>Die Heilwirkung, die von Delfinen ausgehen kann, sehen Wissenschaftler vor allem in der direkten Berührung mit dem Tier. Durch das Streicheln der weichen, glatten Delfinhaut und das Schwimmen mit den verspielten Tümmlern sollen sich bei vielen Patienten Blockaden lösen. Dass Delfine untereinander nicht nur über Pfeifen, Schnattern und Knacklaute oder das Echolot kommunizieren, sondern auch durch Körperkontakt, kommt dieser Therapiemethode zugute. Der Kontakt zum Menschen kann schnell antrainiert werden, obwohl es sich bei der Gattung Delphinidae um Raubtiere mit spitzen Zähnen handelt.</p>
<p>Die meisten der Akademie-Delfine, beispielsweise auf Hawaii, Curacao oder in Israel, werden schon im Großaquarium geboren und kennen nicht die unermesslichen Weiten des Ozeans. Von den Leitern des Aquariums ist zu erfahren, dass Delfine auch in Freiheit keine großen Territorien bewohnen. Lediglich zum Jagen lassen sie größere Strecken hinter sich. Die schnellen Schwimmer können mit bis zu 55 Stundenkilometern durch die wilden Wellen der Freiheit sprinten. Im Schwimmbecken aber muss Flipper nicht jagen, bekommt den Fisch fürs Lernen und Spielen zugeworfen und vermisst den Auslauf scheinbar nicht.</p>
<p><em>erschienen in <a href="http://tiere.t-online.de/delfine-helfen-menschen-tierischer-krankenpfleger-mit-dauerlaecheln/id_18453566/index">T-Online Lifestyle/Zoo &amp; Wildtiere</a>, 15/4/2009</em></p>
<p><a href="http://localhost/wordpress/wp-content/uploads/2009/04/flipper.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-142 mediaborder" title="flipper" src="http://localhost/wordpress/wp-content/uploads/2009/04/flipper-300x238.jpg" alt="" width="300" height="238" /></a></p>
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		<title>Wenn Lenny in Berlin abhängt</title>
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		<pubDate>Sun, 02 Mar 2008 16:17:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Konzerte]]></category>
		<category><![CDATA[Lenny Kravitz]]></category>
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		<description><![CDATA[“This is no concert, it’s just hanging out.” Gut, dass er das vorher sagt! Und gut, dass wir nun wissen, warum überhaupt. Denn eigentlich beginnt die Love-Revolution-Tour erst im Sommer. Aber der Fan und Musikliebhaber an sich ist ja nicht sonderlich böse, wenn Mister Kay mal außer der Reihe zum Blitzkonzert erscheint. So geschehen am [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>“This is no concert, it’s just hanging out.” Gut, dass er das vorher sagt! Und gut, dass wir nun wissen, warum überhaupt. Denn eigentlich beginnt die Love-Revolution-Tour erst im Sommer. Aber der Fan und Musikliebhaber an sich ist ja nicht sonderlich böse, wenn Mister Kay mal außer der Reihe zum Blitzkonzert erscheint. So geschehen am gestrigen Abend in der Berliner Columbiahalle vor einem beinahe ausverkauften Haus.</strong><span id="more-28"></span></p>
<p>Das schöne an Lenny Kravitz’s Shows ist der Live-Faktor. Eine Tugend, die mittlerweile nur noch selten auf internationalen Bühnen gepflegt wird. Das schlimme an Lenny Kravitz’s Shows ist der Sex-Faktor. Denn da, wo der Musikliebhaber nur hören, schwelgen und ein bisschen die Füße rhythmisch wippen lassen möchte, kreischt sich die Jugend und Fanschaft von heute die Seele aus dem Hals &#8211; als ob der Mann nicht wüsste wie er heisst! Lenny nimmt das in gewohnt cooler Art, sonnenbebrillt gegen die grellen Lichter des Showbiz, mit pinkem Shirt unter der Lederjacke und stellt sich dem Ganzen mit einem passenden Opener: “Bring it on”. Ein Song vom neuen “It’s Time for a Love Revolution”-Album also zum Einstieg. Alter Hut, den bringt er jedes Mal &#8211; ein Kracher wie ehemals “Bank Robber Man” zur Lenny-Tour oder “Where are we running” zur Baptism-Tour war das jedoch nicht. Er rettet sich in “Dig in” &#8211; da kann man nicht viel falsch machen, schließlich ist das eine der besten Rock-Singles, die Lenny bisher gebracht hat. Wir gehen in der Zeit der Veröffentlichungen noch ein paar Jahre zurück und hören uns an, was Lennys Mama einmal sagte. Wie ein Poet, der zum Grübeln mal eben die schwere Studierbrille abnimmt, von seinen Büchern zum Himmel aufschaut und Inspiration sucht, instrumentarisiert Herr K. seine Sonnenbrille. Er schaut auf und wieder ab zu seinen Fans, die ihm sichtlich und hörbar Freude machen. Kurz gesagt: Brille ab &#8211; Kreischen an! Als er dann auch noch spricht, ist die geballte Pubertät Berlins nicht mehr zu bremsen. Eigentlich wollte er nur Hallo sagen und dass er sich freut, in Berlin zu sein und dann noch ein “Alles klar?” Begeisterung in der Halle.</p>
<p>Dann sind die Gitarren gewechselt und wir wechseln ins Taxi und singen fröhlich von “Mr. Cab Driver”, den wir uns hinterher sicher sparen können, weil Lenny nicht überzieht und die U-Bahnen noch fahren. Also wieder raus aus dem Musik-Taxi, wir treffen die “Lady”, von der immer noch das Gerücht geht, es sei Frau Kidman, die in diesem Stück besungen wird. Ein weiterer Gitarrenwechsel bringt Herrn Kravitz sichtlich in eine peinliche Situation. Er weiß gar nicht, was er so sagen soll, die Pause war nicht geplant. Wir sollen doch bitte etwas Geduld haben, das ist ja hier kein richtiges Konzert, sondern mehr so rumhängen und jammen. Die Mehrzahl der anwesenden Männer sind definitiv fürs Rumhängen gekommen, ja. Die Damen haben das dann doch als Konzertabend verstanden und das beste Dress aus dem Schrank gezerrt.Unsere Geduld wird belohnt, es wird wieder gespielt. Über die Textsicherheit seiner Fans kann der gebürtige New Yorker nur staunen. Wie sie “Again” mitgeträllert haben, findet Lenny einfach nur “Lovely” und fragt sich kurz, und vor allem rhetorisch, “What shall we play next?”. Noch bevor die Damen der ersten Reihen ihre Wunschäußerungen zur Bühne hochschreien können, klingen auch schon die ersten Akkorde von “Stilness of heart” durch die Berliner Hallenluft. Der Japanerin neben mir bleibt angeblich auch gleich das Herze stehen, weshalb sie umso lauter kreischen muss. Ich überlege kurz mein 4-Euro-Bier zur Linderung ihrer Hysterie zu nutzen, kippe es aber doch lieber in mich selbst und wechsle zu einem weniger lauten Grüppchen 14jähriger mit mütterlichem Anhang, die sind verhaltener und sei es nur wegen Muttis Anwesenheit.Nach diesem Schmachthit möchte man mutmaßen, dass es schlimmer nicht kommen kann, aber da war ja noch was … Weil die Audienz so “beautiful” ausschaut und so bezaubernd inspirierend war, ist und immer sein wird, kommt also die erste Single-Auskopplung der Liebes-Revoultion mit geballter Improvisationskunst und Fangesang auf uns zu. Kreischen again, denn Lenny hat die Brille wieder mal ab- und sich selbst ans Klavier gesetzt.</p>
<p>“I’ll be Waiting” also. Ich warte. Die Japanerin ist immer noch zu nah. Sie wartet nicht. Sie schreit. Ich denke über ein zweites Bier nach. Es ist so eine nette Ballade, die einem das Herz aufweicht, wenn man ganz allein und verlassen in seinem Wohnzimmer unter der Kuscheldecke kauert und zu kurze Arme hat, um an die Kakao-Tasse zu kommen. Aber mit Asiafans nebenan ist das völlig unromantisch. Da ist man doch mehr als dankbar für das folgende “Where are we running” und erträgt auch die Kravitzsche Version von “American Woman”. Gekonnter Übergang zu “Fly Away” und auf dem Rang scheinen ein paar Damen und Herren die Flügel wirklich startklar machen zu wollen. Weil die Arme schon mal in der Luft sind, schwenken wir sie nun in Gedenken an die Flower-Power-Ära, die Kravitz selbst im zarten Alter von 5 Jahren erlebt haben dürfte und der Großteil seines Publikums nur aus der TV-Werbung von Timelife kennt. Sei’s drum, “Let Love Rule” ist ein Klassiker, ist ein echter Kravitz, ist irgendwie passend zum Love-Revolution-Programm und ein weiterer Gang im Weichspülprogramm des Abends.</p>
<p>Und weil es sich gerade anbietet, geht die angedrohte Jam-Session nun endlich in die Vollen. Zwei Saxophonisten aus Mama-Said-Zeiten, ein Trompeter, Tingle-Tangle-Bob an der Gitarre, ein Keyboarder, ein Bassist und Lenny himself an den Trommeln sorgen ausgeglichene 15 Minuten lang für wippende Köpfe und zuckende Nacken und spontane GoGo-Einlagen (liebes)trunkener Mädels vor der Bar. Kurz vorm langweilig werden kommt Kravitz zurück ans Mikro. Ein letztes Mal brüllt er “Let Love Rule” und dann geht er ab. Dunkel, Pause, Kreischen und Pfiffe. “Zugabe” rufen ist scheinbar out, ich war wohl lange nicht mehr auf Konzerten. Aber Lenny kommt trotzdem noch einmal wieder. In der einzigen Zugabe wird das Haus ordentlich gerockt!</p>
<p>“Are you gonna go my way?” zeigt einen sichtlich von sich selbst begeisterten Herrn Kravitz, der wie ein stolzer Gockel auf der Bühne auf- und abschreitet, mal nach rechts ins Publikum die erhobene Faust im Trommeltakt schwenkt, und dann die linke Publikumshälfte einschwört. Man fühlt sich fast wie am Vorabend einer Revolution. Die Massen wurde eingelullt und weichgekocht. Das Programm wurde verlesen. Zum Schluss kommt die Kampfansage und der Revolutionsaufruf. Die revolutionäre Masse hüpft mittlerweile rhythmisch auf und ab. Auf seiner Seite hat er sie schon mal. Gewonnen hat er die Revolution aber noch nicht. Das zeigen erst die Verkaufszahlen. Und so verabschiedet sich Mr. Kravitz mit einem unmusikalischen und direkten Appell an die übrig geblieben Hälfte seines Publikums (der Rest steht schon an der Garderobe an): “Thanks for hanging out! Love revoultion! We can do it! We are the Revolution! Take it out to the street! We can do it! In 1, 10, 100 or 1000 years, it doesn’t matter how long, but we can do it! Love Rrevolution!” Peace, man!</p>
<p><em>erschienen in <a href="http://sensual.herrbaumann.de/2008/02/29/wenn-lenny-in-berlin-abhangt/">Sensual Blog</a>, 29/02/2008</em></p>
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		<title>Hawaii</title>
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		<pubDate>Mon, 24 Dec 2007 02:14:03 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[<a href="http://www.claudiaottilie.de/fade-haw.html"><img align="" hspace="5" width="310" src="http://localhost/wordpress/wp-content/uploads/2010/02/281-108x110.jpg" class="wp-post-image tfe" alt="" title="28" /></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-664  mediaborder" title="28" src="http://localhost/wordpress/wp-content/uploads/2010/02/281-108x110.jpg" alt="" width="108" height="110" /><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-644 mediaborder" title="8" src="http://www.claudiaottilie.de/wp-content/uploads/2010/02/83-108x110.jpg" alt="" width="108" height="110" /><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-658 mediaborder" title="22" src="http://localhost/wordpress/wp-content/uploads/2010/02/223-108x110.jpg" alt="" width="108" height="110" /><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-653 mediaborder" title="17" src="http://localhost/wordpress/wp-content/uploads/2010/02/173-108x110.jpg" alt="" width="108" height="110" /><br />
<span id="more-670"></span></p>

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		<title>Jemen</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Nov 2007 02:24:07 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[<a href="http://www.claudiaottilie.de/fade-jem.html"><img align="" hspace="5" width="310" src="http://localhost/wordpress/wp-content/uploads/2010/02/332-108x110.jpg" class="wp-post-image tfe" alt="" title="33" /></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-708 mediaborder" title="33" src="http://localhost/wordpress/wp-content/uploads/2010/02/332-108x110.jpg" alt="" width="108" height="110" /><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-705 mediaborder" title="30" src="http://localhost/wordpress/wp-content/uploads/2010/02/301-108x110.jpg" alt="" width="108" height="110" /><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-682 mediaborder" title="7" src="http://localhost/wordpress/wp-content/uploads/2010/02/73-108x110.jpg" alt="" width="108" height="110" /><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-676 mediaborder" title="1" src="http://localhost/wordpress/wp-content/uploads/2010/02/115-108x110.jpg" alt="" width="108" height="110" /><span id="more-710"></span></p>

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		<title>Dido begeistert Frankfurt</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Jun 2005 21:16:02 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[<a href="http://www.claudiaottilie.de/dido-begeistert-frankfurt.html"><img align="" hspace="5" width="310" src="http://localhost/wordpress/wp-content/uploads/2005/06/dido1.jpg" class="wp-post-image tfe" alt="" title="dido" /></a>Man mag von ihrer Musik halten was man will, aber auf der Bühne überzeugt Dido vollends und jeden. Beim gestrigen Tourauftakt in Frankfurt bot die zierliche Londonerin große Unterhaltung, sanfte Musik, ganzen Stimm- und Körpereinsatz und viel Spaß. Richtig: Spaß! Dido Armstrong ist keine automatisierte Bühnenpuppe, die von einem &#8220;Der nächste Song heißt&#8230;&#8221; zum nächsten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-784 mediaborder" title="dido" src="http://localhost/wordpress/wp-content/uploads/2005/06/dido1.jpg" alt="" width="550" height="160" /></p>
<p><strong>Man mag von ihrer Musik halten was man will, aber auf der Bühne überzeugt Dido vollends und jeden. Beim gestrigen Tourauftakt in Frankfurt bot die zierliche Londonerin große Unterhaltung, sanfte Musik, ganzen Stimm- und Körpereinsatz und viel Spaß. </strong><span id="more-123"></span></p>
<p>Richtig: Spaß! Dido Armstrong ist keine automatisierte Bühnenpuppe, die von einem &#8220;Der nächste Song heißt&#8230;&#8221; zum nächsten &#8220;Ich nannten diesen Song&#8230; &#8221; springt, sondern ihrem Publikum einen kleinen amüsanten Einblick in ihr Leben gibt und dabei natürlich und nah wirkt.</p>
<p>Gerade mal zwei Alben gibt es von der Britin. In einem 90-minütigen Konzert kann man also fast alles aus ihrem Repertoire erwarten. Und das kam auch. Von ihrem ersten Hit &#8220;Thank You&#8221;, bekannt geworden durch die Rap-Version &#8220;Stan&#8221; von Eminem, über ihre erste Hit-Single &#8220;Here With Me&#8221; bis hin zu den Abräumern ihres aktuellen Albums &#8220;Life For Rent&#8221; war alles dabei, was die Anhänger begeisterte und die Zuhörer verzückte.<br />
Sie könne nicht viel Deutsch, nur vier Worte, erklärte Dido nach den ersten Songs. &#8220;Guten Abend&#8221; sei so ein Wort und &#8220;Danke schön&#8221; ein weiteres. Was war doch gleich das dritte? Ach ja &#8220;Ein Bier, bitte&#8221;. Wie immer, wenn ein englischer Muttersprachler versucht seine Fans mit einigen deutschen Sprachbrocken zu beeindrucken, rasten die Kids in der ersten Reihe aus. Als ihr schließlich gegen Ende der Veranstaltung das vierte &#8220;Wort&#8221; einfällt, schmunzelt die ältere Generation auf den Tribünen nur noch. &#8220;Ich liebe dich&#8221; sei das vierte, was sie auf Deutsch kann. Das hat sie auch schon des Öfteren irgendeinem Kerl gesagt, auch wenn sie es gar nicht so gemeint hatte. Sie fand das besser als &#8220;Ein Bier, bitte&#8221;. Da hat sie wohl Recht.</p>
<p>Apropos Männer: All ihre Songs schreibt Dido selbst. Seit sie ein Teenie war. Und das aus einem einzigen Grund: weil sie damit Jungs anmachen wollte. Und dann hat sie es zum Hobby gemacht. Einer, wenn nicht sogar der erste Song, den sie je geschrieben hat, gehört zu dieser anekdotische Anspielung: &#8220;Take My Hand&#8221;. Das Publikum ist begeistert, klatscht fleißig im Takt und spendet Beifall.</p>
<p>Aus Didos Privatleben erfahren wir weiterhin, dass &#8220;Hunter&#8221; ein sehr persönlicher Song ist. Er handelt von Single-Sein, etwas, dass sie so jeden Monat einmal neu erfahren darf. Diese Frau hat Humor, nimmt sich selbst auf die Schippe! &#8220;Sand In My Shoes&#8221; hat die andere Seite der Medaille parat. Dido besingt nach eigenen Angaben einen Urlaubsflirt (von denen sie öfters mal welche hat), der allerdings nach drei Wochen an der heimischen Türe klopft und gar nicht mehr so toll aussieht wie im Urlaub. Der Songs selbst handelt jedoch von den zwei Wochen zwischen Urlaub und Auftauchen an der Tür, der kompletten Verliebtheit also. Die Art wie sie die Geschichten erzählt, belustigt das Publikum, das sich seinerseits mit Applaus davor, danach und währenddessen revanchiert.</p>
<p>Zu &#8220;Mary&#8217;s in India&#8221; weist Dido vorsichtshalber vorher schon darauf hin, dass sie ja wohl eine ziemliche Schlampe wäre, wenn dieser Song wahr wäre. Darin geht es nämlich um eine Freundin, die der anderen den Kerl ausspannt. Das würde sie nie tun und überhaupt: Mary ist ihre beste Freundin und der Song war ein Gag um Mary aufzumuntern. Kichern auf dem Platz und Dido greift selbst zur Gitarre. Mit der Story im Hinterkopf wirkt &#8220;Mary&#8217;s in India&#8221; doch äußerst überzeugend.</p>
<p>Dido singt also nicht nur live, sie spielt auch gleich noch ein bisschen Gitarre, greift auch mal zum Tamburin und gibt schließlich als Zugabe &#8220;Do You Have A Little Time&#8221; am Ersatzklavier bzw. Keyboard. Drei Songs präsentiert Dido als Zugabe. Als letztes gibt sie uns &#8220;See The Sun&#8221; mit auf den Weg, sagt noch einmal &#8220;Danke schön&#8221; und verschwindet hinter der Bühne. Die Menge badet noch einmal in der künstlichen Sonne des goldgelben Scheinwerferlichts, bevor auch das verlischt und man den Opernplatz räumt, mit einem friedlichen &#8220;Nanana&#8230;&#8221; zur &#8220;White Flag&#8221;-Melodie auf den Lippen.</p>
<p><em>erschienen in T-Online Musik, Mai 2005</em><br />
<a href="http://localhost/wordpress/wp-content/uploads/2005/06/dido.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-126 mediaborder" title="dido" src="http://localhost/wordpress/wp-content/uploads/2005/06/dido-300x238.jpg" alt="" width="300" height="238" /></a></p>
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		<title>Songs für gewisse Stunden</title>
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		<pubDate>Sun, 29 May 2005 16:19:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Pop]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href="http://www.claudiaottilie.de/poppsongs-fur-gewisse-stunden.html"><img align="" hspace="5" width="310" src="http://localhost/wordpress/wp-content/uploads/2010/02/poppsongs-300x238.jpg" class="wp-post-image tfe" alt="" title="poppsongs" /></a>Es hat also geklappt: die Liebste ist Ihrem Charme erlegen, hat sich köstlich über ihren Humor amüsiert und hat sie sogar nach Hause begleitet. Nun sitzt man sich auf der Couch gegenüber und schaut sich tief in die Augen. Wie nur überbrückt man jetzt das stille Knistern, ohne sofort und völlig unromantisch zur Sache zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Es hat also geklappt: die Liebste ist Ihrem Charme erlegen, hat sich köstlich über ihren Humor amüsiert und hat sie sogar nach Hause begleitet. Nun sitzt man sich auf der Couch gegenüber und schaut sich tief in die Augen. Wie nur überbrückt man jetzt das stille Knistern, ohne sofort und völlig unromantisch zur Sache zu kommen? Das Allheilmittel Musik muss Abhilfe schaffen, und man sollte die Wirkung einiger Klassiker nicht unterschätzen, wenn es darum geht, die richtige Stimmung zu zaubern. <span id="more-34"></span></strong></p>
<p>Die Richtung, die der Abend nehmen soll ist klar, der Weg dahin allerdings nicht sofort erkennbar, denn die Musikgeschmäcker sind so mannigfaltig wie die Sex-Präferenzen selbst. Wo die eine Dame nach Romantik und Schmusesongs verlangt, verzichtet die andere dann doch lieber auf Kerzenschein und Kuschelrock und sucht Anregung bei echter &#8220;Popp&#8221;musik. Wieder andere mögen es dann eher derb und hart, suchen die Extremmusik zur Ekstase. Programmieren Sie also Ihren MP3-Player vorher schon mit einer abwechslungsreichen Mischung für alle möglichen Fälle und Geschmäcker, dann klappt&#8217;s auch mit der Nachbarin.</p>
<p>Was also wünscht eine romantisch motivierte Begleitung? Kuschelmusik-Sampler gibt es genügend, aber die gelten als einfallslos. Was verklärte Frauenherzen im Schummerlicht der herangebrochenen Nacht wirklich um den Verstand bringt, sind die tiefen Basstöne von Soulmännern wie Barry White und Marvin Gaye. Diese Männer wurden maßgeblich dazu berufen, mit Songs wie &#8220;Let&#8217;s Get It On&#8221;, &#8220;Sexual Healing&#8221; oder &#8220;You&#8217;re The First, The Last, My Everything&#8221; die Damen gefügig zu machen. Spätestens nach einem Song sinkt die Angebetete in Ihre Arme. Unsere Zusammenstellung zeigt die tiefsten Bässe und schönsten Balladen. Klicken Sie sich durch! Bei Musicload bekommen Sie die Songs zum Download.</p>
<p>Wer keine anderen Männer in seinem Schlafzimmer duldet und noch dazu eine Dame erwischt hat, die es sowieso weniger romantisch und dafür erotisch und etwas rhythmischer bevorzugt, der bietet vielleicht ein bisschen R&#8217;n'B oder HipHop. Schon lange kein Geheimtipp mehr ist Massive Attacks Album &#8220;Protection&#8221;, das neben einigen Kuschelnummern auch für den fortgeschrittenen Abend durchaus empfehlenswerte Töne bereithält und das Blut in Wallung bringt. Auch melancholischer Trip-Pop eignet sich bestens, um eine Lady zu verführen und dabei nicht auf der Schmalzspur auszurutschen. Portishead gelten als die Besten auf diesem Gebiet. Ihr Album &#8220;Dummy&#8221; dürfte auch die Dame an Ihrer Seite geschmeidig machen. Die schönsten Songs haben wir für Sie zusammengestellt. Klicken Sie sich durch. Bei Gefallen können Sie unsere Hitliste sofort und einfach downloaden.</p>
<p>Wer es sich weder sparen kann noch möchte, mittels eindeutig zweideutiger Texte der Liebsten eine Botschaft zukommen zu lassen, findet auch hierfür genügend Material. &#8220;Closer&#8221; von den Nine Inch Nails klingt im Titel noch ganz anständig, geht aber im Text ordentlich zur Sache. Daneben lässt vor allem der eingängige Rhythmus des Tracks die schönste Nebensache der Welt zur Hauptsache werden &#8211; Blümchensex und Kuschelstimmung ganz sicher ausgeschlossen. Ähnlich offenherzig und provokant fordern Songs wie &#8220;Fuck Her Gently&#8221; von den Tenacious D und Lil&#8217;Kims gesammelte Werke zum handfesten Beischlaf auf. Aber Vorsicht: Nicht jede Frau ist für diese wenig subtile Art der Offerte empfänglich. Explizite Sprache sollten Sie nur dann anwenden, wenn Sie ganz sicher sind, dass die Lady an Ihrer Seite sich auf Dirty Talk versteht und einen gewissen Humor mitbringt. Klicken Sie durch unsere Auswahl und holen Sie sich die Knaller auf den PC!</p>
<p><em>erschienen in T-Online Music, Mai 2005</em></p>
<p><a href="http://localhost/wordpress/wp-content/uploads/2010/02/poppsongs.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-118 mediaborder" title="poppsongs" src="http://localhost/wordpress/wp-content/uploads/2010/02/poppsongs-300x238.jpg" alt="" width="300" height="238" /></a></br clear="all"></p>
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		<title>Cityhopping&#8230; live</title>
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		<pubDate>Thu, 30 Sep 2004 02:06:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://www.claudiaottilie.de/cityhopping-live.html"><img align="" hspace="5" width="310" src="http://localhost/wordpress/wp-content/uploads/2004/09/n8d8n5ue.jpg" class="wp-post-image tfe" alt="" title="Cityhopping" /></a>Per Billigflieger durch Europa. Unsere Reporterin führt fleißig Tagebuch und berichtet live! Auszug: Und los geht&#8217;s! (Frankfurt Hahn) Wir starten mit einer beharften Boeing 737, einer Hühnerkiste, die zittert und bebt, als der Kapitän endlich die Maschine in Gang setzt. Ich muss grinsen. Zwei Wochen Recherchereise und eigentlich, ja, Urlaub. In Städten, die ich teilweise [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter size-full wp-image-921 mediaborder" title="Cityhopping" src="http://localhost/wordpress/wp-content/uploads/2004/09/n8d8n5ue.jpg" alt="" width="550" height="160" /></p>
<p><strong>Per Billigflieger durch Europa. Unsere Reporterin führt fleißig Tagebuch und berichtet live!</strong><span id="more-553"></span><br />
Auszug:<br />
<strong>Und los geht&#8217;s!</strong></p>
<p>(Frankfurt Hahn) Wir starten mit einer beharften Boeing 737, einer Hühnerkiste, die zittert und bebt, als der Kapitän endlich die Maschine in Gang setzt. Ich muss grinsen. Zwei Wochen Recherchereise und eigentlich, ja, Urlaub. In Städten, die ich teilweise noch gar nicht kenne, aber natürlich schon immer mal sehen wollte. Bevor Whitesnakes &#8220;Here I Go Again&#8221; so richtig abgeht, bittet die Stewardess, den MP3-Player auszuschalten. Na gut, dann eben ein unmusikalischer Take-Off. Neben mir hockt ein Engländer &#8211; angetrunken und verschwitzt. Ich dreh den Kopf also doppelt so gern nach rechts zum Fenster. Wir geben Gas und starten durch.</p>
<p>Es geht doch nichts über ein bisschen Adrenalin. Ich liebe Fliegen, und genau deshalb ist das hier auch ein City-Hopping per Flieger. Mal abgesehen davon, dass man mit der Bahn nach Reykjavik gar nicht kommen könnte. Das ist die erste Station: Reykjavik. Leider geht der Billigflieger ab Frankfurt Hahn im Winterhalbjahr nicht. Ich muss also einen kleinen Umweg über London nehmen, wenn ich Geld sparen will. Von dort aus bringt mich Iceland Express in ganz normaler Geschwindigkeit für gerade mal 60 Pfund auf die Eisinsel. Alle anderen Städte kann ich dank gut ausgebautem Streckennetz mit Ryanair zurücklegen, als da wären: London, Stockholm, Rom und Barcelona. Alles in den nächsten zwei Wochen abzufliegen. Ich arbeite mich sozusagen von ganz kalt nach lauschig warm durch. In diesem Sinne guck ich mir grad die Flauschedecke an, über der wir gemütlich durch die Lüfte gleiten.</p>
<p><a href="http://localhost/wordpress/wp-content/uploads/2004/09/cityfull.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-922 mediaborder" title="cityfull" src="http://localhost/wordpress/wp-content/uploads/2004/09/cityfull-197x300.jpg" alt="" width="197" height="300" /></a>Durchsage: Wir sind in zehn Minuten da. Schon? Eine Stunde &#8211; das ging ja fix. Über London hat jemand ein paar Löcher in die Flauschedecke gerissen und ist dabei ziemlich unsauber vorgegangen. Die Wolken sind nicht mehr weiß, sie sind schmutzig und grau und verheißen das Erwartete. Es regnet. Ich habe keinen Sonnenschein erwartet. Das ist ok. Ich hab auch gar keine Zeit, um lang und breit über das Wetter zu sinnieren, muss weiter zum Check-In. Der Flieger nach Keflavik steht schon bereit. Also ab in die nächste Maschine und auf zur nächsten, vermutlich ebenfalls verregneten Atlantikinsel. Dort wartet bereits ein guter Freund, der mir &#8220;seine Insel&#8221; bzw. ihre Hauptstadt zeigen will. Wenn ich in drei Tagen von dort also wieder starte, werde ich einiges zu berichten haben.</p>
<p>Bis bald, Deutschland!</p>
<p> <em>erschienen in T-Online Reisen, 30/9/ bis 14/10/2004</em></p>
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		<title>Britneys kurze Playback-Show</title>
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		<pubDate>Fri, 14 May 2004 16:19:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Britney Spears]]></category>
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		<description><![CDATA[<a href="http://www.claudiaottilie.de/britneys-kurze-playback-show.html"><img align="" hspace="5" width="310" src="http://localhost/wordpress/wp-content/uploads/2004/05/brit-300x238.jpg" class="wp-post-image tfe" alt="" title="brit" /></a>Oops, sie hat es schon wieder getan &#8211; in der Frankfurter Festhalle. Es sollte Britney Spears&#8217; großer Tourauftakt der &#8220;Onyx Hotel Tour&#8221; in Deutschland werden. Ein Tourauftakt war es &#8211; nur leider kein großer. Die Musik kam aus der Konserve, der Sound war bescheiden: Übersteuert und laut, die Lichter grell und die stimmlichen Parts kaum [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Oops, sie hat es schon wieder getan &#8211; in der Frankfurter Festhalle. Es sollte Britney Spears&#8217; großer Tourauftakt der &#8220;Onyx Hotel Tour&#8221; in Deutschland werden. Ein Tourauftakt war es &#8211; nur leider kein großer. Die Musik kam aus der Konserve, der Sound war bescheiden: Übersteuert und laut, die Lichter grell und die stimmlichen Parts kaum zu verstehen. </strong><span id="more-32"></span></p>
<p>Sehr bedauerlich, denn die Varieté-Show in ihrer choreografischen und dramaturgischen Ausprägung war durchaus gelungen. Auf einer gigantischen Bühne mit überdimensionalen Monitoren tobte sich Britney mit ihren Tänzerinnen und Tänzern richtig aus. Egal ob im Varieté-Style, mit Ballett-Einlagen oder in einem überdimensionalen Bett in den anzüglichsten Posen: Die Show war trotz des miesen Sounds mehr als gelungen.</p>
<p>Ein kleiner dicker Hotel-Portier im Boy-Goerge-Outfit eröffnet die Show, begrüßt die Gäste im &#8220;Onyx Hotel&#8221; und kommt leider immer mal wieder, um mit nervigem wie unverständlichem Geschwätz das Publikum bei Laune zu halten und zum zehnten Mal Miss Britney Spears anzukündigen. Die Grand Dame selbst nutzte diese Gelegenheiten für ihre zahlreichen Outfit-Wechsel, schlüpfte mal in pinkfarbene Dessous und schwarze Netzstrümpfe, mal in Baggypants für eine Rappnummer und begeisterte ihr überwiegend junges Publikum gleich zu Beginn in eng anliegende Lederpants und einem Oberteil, aus dem mehr rausguckte, als verborgen werden konnte. Ob das allen Eltern immer gefallen hat, sei dahingestellt: Die Kinder und Teenies in der Halle bekamen teilweise viel Sex um die Ohren.</p>
<p>Hysterisches Kreischen brach aus, als Britney mit &#8220;Toxic&#8221; die Großveranstaltung für die anwesenden Kinder und deren Eltern eröffnete. Die &#8220;Sexiest Woman 2004&#8243; wackelte mit den Brüsten, schüttelte die Hüften und rutschte lässig an einer Stange herunter &#8211; Britney gab sich lasziv und geizte nicht mit ihren Reizen. In Netzstrümpfen und plüschigen Pantys sang sie zur Bigband kaum wieder erkennbar ihren ersten Hit &#8220;Hit Me Baby One More Time&#8221; und &#8220;Oops I Did It Again&#8221;. Den Kleinen in der Halle hatte das anscheinend gefallen, obwohl die Stimmung größere Wogen schlug, als Frau Spears sich gerade mal wieder an einem ihrer Tänzer gütlich tat, provokante Stellungen andeutete und schließlich heiße Küsse austauschte. Ansonsten war die Stimmung in der Festhalle eher vergleichbar mit einer Friedhofsbesichtigung.</p>
<p>Schließlich wurden die Hotelbetten aufgefahren. Während Britney sich allein in der Badewanne räkelte, amüsieren sich die Tänzer und Tänzerinnen in den Betten der ersten Etage. Da hat manch Vater seiner Tochter wohl die Augen zuhalten müssen. Andere jünger Zuschaur haben zu der Zeit &#8211; zum Glück für die Eltern &#8211; schon auf den Rängen geschlafen oder quängelten, dass ihnen langweilig sei. Zugegeben, es war ja auch schon recht spät: Britneys Show begann um 21.30 Uhr &#8211; für viele Kinder schon später als die Bettgeh-Zeit. Trotzdem, diese Etage im &#8220;Onyx Hotel&#8221; war wohl eher dem reiferen Publikum zugänglich.</p>
<p>Per Videoleinwand blendete man die ein oder andere Szene aus der aktuellen DVD &#8220;In The Zone&#8221; ein, eine Überleitung zu neuem Outfit und dazugehörigen Song. Auch Britneys neue Single &#8220;Everytime&#8221; wurde per Videoeinspieler angekündigt. Wider Erwarten wurden keine Ausschnitte aus ihrem Schockvideo präsentiert, sondern eine naturverbundene Britney, die durch einen paradiesischen Garten schreitet. Auf der Bühne war vom Tropengarten nicht mehr allzu vie übrig. Dafür saß die 22-jährige am Klavier und täuschte nicht nur den Gesang sondern auch noch das Tastendrücken an.</p>
<p>Schließlich schloss sich die Tür des &#8220;Onyx Hotels&#8221; nach 70 Minuten. Nicht gerade viel für 50 Euro Eintritt. Die Zugabe bestand aus einem einzigen Song. Britney und ihr großes Idol Madonna im Duett aus der Konserve. Glaubwürdig war das nicht. Entsprechend schnell spurteten die Konzertbesucher danach aus der Halle. Mit gemischten Gefühlen. Von &#8220;enttäuschend&#8221; bis &#8220;hammergeil&#8221; befanden die Konzertbesucher zwiespältig. &#8220;Da seh ich mir lieber die DVD an. Da stimmt wenigstens der Sound&#8221; so ein leicht erboster Zuschauer, der aufgrund des verpatzten Tons keinen einzigen Song verstanden hat und von der sexy Show kaum etwas erkennen konnte. Wer auf den Kick verzichten kann, Britney live zu sehen, der sollte tatsächlich zu CD oder DVD greifen. Alle anderen können noch bis 28. Mai im &#8220;Onyx Hotel&#8221; einchecken.</p>
<p><em>erschienen bei T-Online Musik, Co-Autor Björn Widmann, Mai 2004 </em><a href="http://localhost/wordpress/wp-content/uploads/2004/05/brit.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-130 mediaborder" title="brit" src="http://localhost/wordpress/wp-content/uploads/2004/05/brit-300x238.jpg" alt="" width="300" height="238" /></a><br clear="all"></p>
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		<title>Metallica rocken die Wuhlheide</title>
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		<pubDate>Sun, 22 Jun 2003 16:18:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Konzert]]></category>
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		<category><![CDATA[Metallica]]></category>
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		<description><![CDATA[&#8220;Are you ready?&#8221; Was fragt der Mann da? Ob wir bereit sind? Ja, was denkt der denn, weshalb wir hier in Jeans und Leder angetreten sind?! Ein einstimmiges &#8220;Yeah!&#8221; aus 17.000 Kehlen lässt Metallica-Frontmann James Hetfield von weiteren Diskussionen absehen und beherzt in die Saiten hauen. Ja, die vier Reiter sind wieder auf der Piste [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>&#8220;Are you ready?&#8221; Was fragt der Mann da? Ob wir bereit sind? Ja, was denkt der denn, weshalb wir hier in Jeans und Leder angetreten sind?! Ein einstimmiges &#8220;Yeah!&#8221; aus 17.000 Kehlen lässt Metallica-Frontmann James Hetfield von weiteren Diskussionen absehen und beherzt in die Saiten hauen. Ja, die vier Reiter sind wieder auf der Piste und legen mit &#8220;Battery&#8221; als Opener ordentlich Tempo vor. </strong><span id="more-30"></span></p>
<p>Nachdem Hetfield und seine Mannen bereits angekündigt hatten, zu ihren Wurzeln zurückgekehrt zu sein, versetzen sie am Samstagabend die Berliner Parkbühne Wuhlheide zurück in die frühen Meisterjahre des Trash- und Speedmetals. &#8220;Master of Puppets&#8221;, &#8220;Ride the lightning&#8221;, &#8220;Welcome home (Sanatarium)&#8221; &#8211; nur das Feinste vom Feinsten der ersten vier Metallica-Alben wird aufgetischt, ganz im Sinne der frenetisch kopfnickenden Metalheads.</p>
<p>Neben dem neuen Bassisten Rob Trujillo, der übrigens wohlwollend von der Familie aufgenommen wurde, haben Hetfield und Co. noch einiges mehr auf Lager &#8211; beispielsweise zwei frisch geschmiedete Songs vom lang ersehnten Album &#8220;St. Anger&#8221;. Agressiver, schneller, härter und irgendwie auch melodiearmer kommt das Album daher. Entsprechend gespannt ist man auf die Live-Version. Und siehe da: Sowohl &#8220;Frantic&#8221; als auch &#8220;St.Anger&#8221; krachen live so richtig rein. Die Vermutung, während der Studioaufnahmen könnte jemand die Drums von Lars Ulrich gestohlen und durch Blechtonnen ersetzt haben, erhärtet sich angesichts der Live-Darbietung des neuen Materials: kein Scheppern, sogar Rhythmus ist erkennbar und die Snare-Drum übertönt nicht den Gesang &#8211; geht doch. Dass man Kirk Hammet aber besser nicht singen lassen sollte, bestätigte sich spätestens nach seinen Gesangseinlagen zu &#8220;Frantic&#8221;. Generell scheint das Album noch zu frisch, teilweise irritierte Blicke in den Gesichtern der Umstehenden verraten: So richtig will es nicht nach &#8220;Back to the roots&#8221; klingen.</p>
<p>Immer wieder geht&#8217;s zurück zu Edelstahl-Klassikern wie &#8220;Seek &#038; Destroy&#8221;, &#8220;No Remorse&#8221; und &#8220;Fight fire with fire&#8221;. Letzteres übrigens begleitet von Flammenfontänen und einem zünftigen Feuerwerk &#8211; ganz im Sinne des Textes. Noch zweimal folgt das feurige Spektakel mit viel Geräusch. Die Fans sind begeistert, regelrecht hysterisch &#8211; schließlich feiert man nicht alle Tage Metallica und Silvester zusammen.</p>
<p>Nach ein einhalb Stunden verabschieden sich Hetfield, Ulrich, Hammet und Trujillo das erste Mal. Schnell kapiert die Menge: Die Herren möchten gebeten werden. Nach nur wenigen, aber gut gebrüllten &#8220;Zugabe&#8221;-Rufen des Publikums pfeffern die vier Amerikaner Songs der ersten Stunde in die Runde. &#8220;Harvester of Sorrow&#8221; lässt niemanden mehr daran zweifeln, dass Metallica noch immer rocken, noch immer mit schnellen, kräftigen Schlägen auf Drums, Snare und Saiten und einer niemals den Ton verfehlenden Hetfield-Stimme können, was sie seinerzeit perfektionierten: Heavy Metal.</p>
<p>Wenn auch spät und erst als Zugabe, für viele war dies der Höhepunkt des Konzerts: &#8220;Nothing else matters&#8221;. Die virtuos gespielten Riffs von Hetfield und Hammet gehen alten wie neuen Fans direkt unter die Haut: 17.000 ach-so-harte überzählige Männer schwingen Feuerzeuge durch die Berliner Luft und übertönen mit ihrem Gesang selbst Hetfield. Wer hätte das gedacht &#8211; auch auf einem Rockkonzert zieht die Schmusenummer immer noch am besten. Schließlich kommt das Sändmännchen am Ende des Programms &#8211; nach zwei Stunden Gitarrenjaueln und Trommeldreschen werden die Fans mit &#8220;Enter Sandman&#8221; ins Bett geschickt. Eine dritte Zugabe ist nicht mehr drin, denn Lars Ulrich wirft wie üblich zum Schluss der Show seine Trommelstöcke ins Publikum &#8211; Reliquien für die Fans.</p>
<p>Die zur Musik-Ikone des Jahres erhobenen Meister des Metal haben den Sprung ins neue Millenium geschafft. Hetfields Stimme scheint in 20 Jahren nicht gealtert zu sein. Im Gegenteil, diese Whisky-Stimme ist gut gereift und kann alles &#8211; von der Herz zerreißenden Ballade bis zum Trommelfell zerschmetternden Kampfgeschrei. Selbst technische Probleme mit dem Mikro machen da nicht viel aus. Auch die Herren Ulrich und Hammet haben ihr Instrument nicht verlernt. Der Bass ersetzt den Herzschlag, bis in die letzte Haarspitze rasen die Powerschläge von Cheftrommler Ulrich &#8211; ja, das ist es, was die Fans seit vier Jahren vermisst haben!</p>
<p>Fazit: es war laut, schnell, hart und heavy &#8211; es war Metallica! Fans der frühen Stunde sind voll auf ihre Kosten gekommen, auch wenn Stücke wie &#8220;St. Anger&#8221; noch etwas gewöhnungsbedürftig klingen, in einem halben Jahr werden diese Fans geneigt und willig headbangen, was der Nacken hält. Die jüngere Garde der Mainstream-Aera wird sich wohl so schnell nicht mit der heiligen Wut anfreunden und auf diesem Konzert einiges vermisst haben: Songs der letzten drei Alben standen gar nicht auf der Playlist. Wer die vier Metal-Ikonen ebenfalls rocken sehen will, hat noch bis Ende August Gelegenheit, auf diversen Festivals und Konzerten in ganz Europa mitzuerleben, wie James Hetfield und Co. mit donnernden Drums und quietschenden Gitarren die Erde beben lassen. Wer sich noch etwas gedulden kann, sollte wissen, dass für Anfang nächsten Jahres eine längere Deutschland-Tour der &#8216;Tallicas geplant ist. Na, wenn das kein Ausblick ist.</p>
<p><em>erschienen inT-Online Music, Juni 2003</em></p>
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