Temperaturen, die einen in Deutschland nicht hinter den Ofen hervorlocken würden, sind die wichtigste Zutat für den etwas anderen Hotelaufenthalt.
In fast allen Ländern Nordeuropas baut die Hotelbranche auf kühles Design für kühne Gäste. Von Finnland bis Grönland, zu beiden Seiten des Polarkreises, wird allwinterlich Eisblock auf Eisblock gestapelt und mit Schnee und Wasser zusammengepappt bis eine stattliche kleine Hütte oder auch ein mittelgroßes Eisschloss in der Wintertraumlandschaft steht und im gleißenden Licht der Wintersonne vor sich hin glitzert. Bis es im Frühjahr wieder schmilzt. Aber so schwarz möchte man zunächst nicht sehen, von Januar bis April zumindest ist alles weiß. Weiß wie Eis, weiß wie Schnee, weiß wie der Himmel in den wenigen lichten Stunden des Tages. Klirrend kalt muss es sein, so um die minus 20 Grad oder mehr, dann weiß man die minus fünf im Inneren der kalten Gemäuer auch zu schätzen. Wohl weniger die Kälte, als der Reiz des Besonderen zieht jährlich Zehntausende in die außergewöhnlichen Eisbehausungen in kalten Norden. Sieben Eishotels, Schneeschlösser und Iglu-Dörfer öffnen Anfang 2009 ihre eisigen Pforten unter dem grünen Flackern der Polarlichter. [...]
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Veröffentlichungen
erschienen in Hamburger Abendblatt, 12/12/2008 | Mitteldeutsche Zeitung, 18/12/2008 |
Reisen.de, 19/02/2009 | Hannoversche Allgemeine, 20/01/2009

